Body Attack Sports Nutrition GmbH & Co. KG Body Attack GmbH&Co KG Contact Details:
Main address: Schnackenburgallee 217-223 22525 Hamburg, Germany
Tel:+49 (0)40 / 4600360 - 0, Fax:+49 (0)40 / 4600360 - 99, E-mail: service@body-attack.de
Versandkosten oben rechts CH AT
Geprüfte Sicherheit neu
Start > News-Portal

Creatin Report - Teil 2

Themen: Creatin Kreatin Muskelaufbau

Der energiestarke Speicher für kurze, hochintensive Muskelarbeit

Adenosintriphosphat (ATP) kann aus Creatinphosphat (CP), Kohlenhydraten, Fett- und Aminosäuren gebildet werden. Dabei spielen die Dauer und die Intensität der Belastung eine bedeutende Rolle. Das CP gehört zu den Energiesubstanzen, die vom Körper und den Muskeln am schnellsten zum Aufbau von ATP herangezogen werden. Beide Substanzen bilden zusammen einen schnellverfügbaren Energiespeicher für hohe Intensivbelastung von ca. 4-8 Sekunden oder bei mittlerer Intensität ca. 10-20 Sekunden. Dabei kommt es kaum oder gar nicht zur Bildung von Milchsäure (Laktat) und wird daher von den Sportmedizinern als „alaktazid“ bezeichnet. Auch die Sauerstoffschuld, die zum Start der Muskelarbeit entsteht, kann durch CP noch problemlos ausgeglichen werden. Diesen Prozess des Belastungsstoffwechsels nennt man auch anaerobe Energiegewinnung, weil der ATP-Aufbau durch Creatin ohne Sauerstoff stattfindet. Sind die beiden Energiespeicher fast entleert, können die Muskeln keine hochintensiven Leistungen mehr erbringen.

Nur nach einer ausreichenden Pause von ca. 4-6 Minuten können die Muskeln wieder genügend Creatinphosphat und ATP für hochintensive Belastung bereitstellen. Dauert die hohe Intensivbelastung länger als 8 Sekunden, muss der Körper aufgrund der entleerten ATP- und Creatinphosphat-Speicher auf andere Energiereserven umschalten. Zur weiteren Energiegewinnung nutzt der Körper die Kohlenhydrate aus den Muskeln (Glykogen), die aber mit einer Sauerstoffunterversorgung und Milchsäurebildung einhergehen. Es handelt sich hierbei um das anaerobe laktatzide Energiesystem, welches den Energiemangel während der hochintensiven Belastung ausgleicht. Da es aber zur Anhäufung von Milchsäure kommt, beginnen die Muskeln stark zu ermüden. Die hochintensive Muskelbelastung (z.B. Tempo) muss reduziert oder nach spätestens 40-90 Sekunden abgebrochen werden, da die Energieproduktion aufgrund Übersäuerung in den Muskelzellen gestört ist.

Sind die Glykogenspeicher aufgrund der anstrengenden Langzeitbelastung fast aufgebraucht, muss die Leber Fette und bei Energienot auch Proteine zur Energiegewinnung heranziehen. Diese werden über den Blutweg zum trainierenden Muskel transportiert, damit die Langzeitbelastungen von mehr als 90 Minuten gesichert sind. Dabei kann es aufgrund der Intensität (z.B. Zwischen-, Kurzsprint) ebenso zur Milchsäurebildung kommen, die aber schon während der Belastung relativ schnell abgebaut wird. Der Abbau der Milchsäure wird durch die verringerte Muskelarbeit während der Belastung erreicht, indem sie als Energiesubstanz von Herz, Niere und Leber genutzt wird. Darüber hinaus steht den trainierenden Muskeln mehr Sauerstoff für den Aufbau von ATP zur Verfügung. Dieses wird als aerobe Energiegewinnung bezeichnet. Damit kann eine zu starke Übersäuerung der trainierenden Muskeln vermieden werden, es ermöglicht den Muskeln eine stabile Langzeitbelastung.

Fazit:
Wenn in der Muskulatur reichlich CP zur Verfügung steht, muss der Körper erst später auf das anaerobe laktatzide und aerobe Energiesystem umschalten. Die trainierenden Muskeln bilden dadurch weniger Milchsäure und können die hochintensive Leistung über längere Zeit fortführen. Darüber hinaus werden auch die anderen Energiereserven, die Kohlenhydratspeicher in Muskeln und Leber, vor Abbau geschont. Somit wird die Leistungsfähigkeit der kurzen und hochintensiven Belastungen vom CP-Speicher bestimmt und wirkt sich ebenso positiv auf die Langzeitbelastung aus. Creatin wird als Ergänzungshilfe in verschiedenen Sportarten wie z.B. Radfahren, Tennis, Fußball, Handball, Boxen, Gewichtheben, Eisschnelllauf eingesetzt, um die muskulären Leistungen im Kraft-, Schnellkraft- und Ausdauerbereich zu verbessern.