Warum sind BCAAs für Sportler so interessant?Im Sport kommt es aufgrund der intensiven Belastung zur vorzeitigen Erschöpfung der Energiespeicher in der Muskulatur. Sobald die Kohlenhydratspeicher zur Neige gehen, fällt auch der Blutzuckerspiegel ab und es kommt zur Freisetzung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol. Diese haben wiederum die Aufgabe neue Energiereserven aus Körperproteinen zu gewinnen, damit der Blutzuckerspiegel und die Gehirnfunktionen aufrechterhalten bleiben. Vor allem das Gehirn ist auf eine stetige Zuckerversorgung (Glucose) aus dem Blut angewiesen, denn es ist ohne Glucose nicht überlebensfähig. Da der Muskelspeicher die größte Aminosäurenreserve des Körpers ist, greifen die Stresshormone zuerst auf die wertvollen BCAA-Muskelspeicher zurück. Das heißt, die sportliche Belastung führt zu einem erhöhten Verlust der drei energieliefernden Aminosäuren Valin, Leucin und Isoleucin im Muskelgewebe. Das geht mit einer geringen BCAA-Konzentration im Blut einher und führt zum Anstieg der Aminosäure Tryptophan im Gehirn. Die Aminosäure wird anschließend im Gehirn zum Botenstoff Serotonin umgewandelt und führt zu unangenehmen Ermüdungszuständen wie beispielsweise schwere und schlappe Beine oder Konzentrations- und Muskelschwäche. Der hohe BCAA-Verlust verlängert außerdem die Erholungspause, da der Körper mehr Zeit für Reparatur- und Aufbauprozesse benötigt.
Die Besonderheiten von BCAAs (Shock) im Protein-/ Energiestoffwechsel, die vor allem für Kraft- und Ausdauersportler von großem Interesse sein können, sind:
Quellen: 1. Administration of branched-chain amino acids during sustained exercise-effects on performance and on plasma concentration of some amino acids, Blomstrand et al., 1991; 2. Tryptophan, 5-hydroxytryptamine and a possible explanation for central fatigue, Newsholme, Blomstrand, 1995, 3. The role of tryptophan in fatigue in different conditions of stress, Castell et al., 1999, Adv Exp Med Biol; Eur J Appl Physiol Occup Physio; Adv Exp Med Biol; 4. Changes in the exercise-induced hormone response to branched chain amino acid administration, Carli et al., 1992, Eur J Appl Physiol Occup Physiol; 5. Amino acid supplements and recovery from high-intensity resistance training, Sharp und Pearson, 2010, J Strength cond Res;
Lesen Sie auch:
|
||||
| | ||||