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Fitness-Lexikon Die semi-essentielle Aminosäure L-Arginin
Was ist L-Arginin?
Arginin gehört zu den semi-essentiellen Aminosäuren, d.h. in einer katabolen Stoffwechsellage wird die Aminosäure im Körper stark verbraucht. Die Eigenproduktion des Körpers ist somit nicht ausreichend und somit verschlechtert sich die körpereigene Proteinsynthese. Da L-Arginin zu den Aminosäuren mit den höchsten Stickstoffgehalt gehören, kann ein Mangel zu einer geminderten Proteinsynthese führen. Der Stickstoff wird für abgebautes Proteingewebe im Körper benötigt, in dem neues Proteingewebe (z.B. Muskeln, Blutkörperchen) aus L-Arginin gewonnen wird. Somit wird die Aminosäure L-Arginin zu einer der wichtigsten (essentiellen) Aminosäuren im Körper. Ernährungsphysiologische Wirkung Die Aminosäure L-Arginin hatte seine Popularität durch seine verstärkte Wachstumsausschüttung im letztem Jahrhundert bekommen. In den ersten Studien wurden aber nur hohe Mengen an L-Arginin über die Blutgefäße zugeführt. Dadurch konnten die Wachstumshormone im Körper gesteigert werden. In weiteren Studien hingegen konnten bei oraler Zufuhr kaum oder gar keine Wirkung festgestellt werden. Aber durch das wachsende Interesse an der Aminosäure L-Arginin und deren durchgeführten Studien, konnte man noch weitere interessante physiologische Eigenschaften entdecken. Dazu gehören:
L-Arginin gehört zu den stark basischen Aminosäuren und nimmt eine besondere Stellung im Säuren und Basenhaushalt ein. In der Leber wird L-Arginin für die Harnstoffbildung genutzt, in dem Aminosäuren zu Energie (Kreatin) umgebaut oder zu Ammoniak (Übersäuerung) abgebaut werden. In einer Diät oder bei einer hohen Proteinaufnahme wird viel L-Arginin aufgrund des hohen Ammoniakspiegels vom Körper benötigt. Durch die Einnahme von L-Arginin wird die Ammoniakkonzentration im Blut gesenkt und führt zu einer verbesserten Proteinverwertung im Körper. Ammoniak gilt übrigens als starkes Nervengift wird daher überwiegend im Körper als Harnstoff abgebaut. Ein hoher Ammoniakspiegel beeinflusst außerdem die Gesundheit und kann ein Hinweis auf eine Stoffwechselstörung sein. In der Medizin wird L-Arginin zur Behandlung von Lebererkrankungen, Bluthochdruck, Krebserkrankungen, Arteriosklerose, Wundheilung und Immunschwäche eingesetzt. L-Arginin ist außerdem an der Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) beteiligt, was die Blutgefäße erweitert. Durch die Blutgefäßerweiterung können mehr Sauerstoffmoleküle und mehr Nährstoffe ins Blut und in die Muskelzellen gelangen. Die Muskulatur wird praller und fester, was auch im Training als erhöhten Muskelpump wahrgenommen wird. Deshalb eignet sich die L-Arginin Zufuhr vor dem Training, um mehr Muskelspannung im Training zu erzeugen. Dadurch wird mehr Sauerstoff und Energie für die Muskelarbeit zur Verfügung gestellt. Neben der Gefäßerweiterung hat L-Arginin eine insulinstimulierende Wirkung und fördert somit auch nach dem Training die Einlagerung von Proteinen und Kohlenhydraten ins Muskelgewebe. Daher sollte L-Arginin als Kombinationsprodukt (z.B. Cell Reloader, Xceed Pack Elite) nach dem Training eingenommen werden. Bei einer langandauernden Diät werden überwiegend körpereigene Fette und Proteine im Körper zur Energiegewinnung abgebaut. Wird in einer Diät noch ein hartes Training durchgeführt, so steigt die Ammoniakkonzentration im Körper noch stärker an. Daraus entwickelt sich im Körper eine Übersäuerung (Azidose), welche die körperliche Leistungsfähigkeit verschlechtern kann. Die Symptome können sich als Kopfschmerzen, Migräne, Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden und Wassereinlagerung im Gewebe bemerkbar machen. Mit der Einnahme von L-Arginin in einer Diät können die sauren Abbauprodukte besser im Körper gebunden und abgebaut werden. In dem diese mit dem Urin, Schweiß oder der Atmung nach außen abgeführt werden. Andere Zwischenprodukte des Proteinstoffwechsel werden durch L-Arginin als neue umgebaute Proteinbestandteile (Kreatin) in das Muskelgewebe eingelagert. Die Einnahme von L-Arginin in Kombinationen mit anderen Proteinkonzentraten kann den Transport der Aminosäuren ins Muskelgewebe verstärken. Aber auch Proteinkonzentrate mit einem hohen Anteil an L-Arginin (z.B. das Body Resource Protein Plus, Soja-Shake) bieten eine gute Alternative. Dosierungsempfehlung und Anwendung von L-Arginin im Sport:
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